Versenkbare Sattelstütze

Eine versenkbare Sattelstütze macht aus einem Gravelbike ein noch größeres Funbike fürs Gelände als es eh schon ist.
Wer im Gelände auch schon einmal etwas technischer unterwegs ist, der tut gut daran nicht aus dem Sattel gehoben zu werden. Mir ist dies bereits mit körperlichen Folgen auf dem MTB passiert. Ich durfte eine schmerzhafte Erinnerung daran lange im Gedächtnis behalten.
Denn geht es bergab, kann einem ein Sattel aufgrund der geometrischen Verhältnisse eines Fahrrades nun einmal über den Lenker werfen. Dies ist keine neue Erkenntnis und an vielen Mountainbikes ist dieses Zubehör mittlerweile ein unverzichtbares Bauteil geworden. Aber an einem Gravelbike was so aussieht wie ein Rennrad? Da gehört doch so etwas nicht ran, oder doch? Und erst das Gewicht….
Da ich mein Gravelbike auch schon einmal in extremen Gelände bewege und cannondale beim Slate bereits vorgesorgt hat, konnte ich es mir nicht nehmen lassen eine versenkbare Sattelstütze zu montieren.
Eine Öffnung für die innenverlegbare Ansteuerung der Sattelstütze ist wie gesagt beim Slate bereits vorhanden und es ist jetzt nur noch eine besondere Herausforderung eine passende Sattelstütze für den 27,2er Durchmesser zu finden.

Bei bike-discount bestellte ich eine TranzX Remote Sattelstütze YSP11 intern 400×27,2mm und wartete voller Vorfreude auf die Lieferung. Die Vorfreude wurde jäh unterbrochen als ich genau hinsah. Der Hebel zum auslösen der Sattelstütze hat einen zu kleinen Durchmesser um ihn am meinen Rennradlenker zu montieren. Dies habe ich nicht bedacht. Also fing das lange suchen nach einem Hebel mit passender Schelle zur Befestigung an. Gefunden habe ich keine und somit durfte ich mir etwas selber zusammenstellen und bauen.

Bestellt habe ich mir eine Umwerferschelle im richtigen Durchmesser und einen Hebel den ich montieren konnte. Vorsicht, man benötigt einen Hebel für Seilzug, die Sattelstütze wird mit einem an der Sattelstütze aushängbaren Seilzug angesteuert. Und nicht wie bei den meisten üblich per Hydraulik.

Die Montage ist etwas aufwändig, da man die Kurbel und ggf. das Innenlager ausbauen muss um den Seilzug innerhalb des Rahmens zu verlegen. Wenn man den Rahmen dann noch in einer Montagehalterung und auf dem Kopf gedreht befestigt, kann man auch relativ leicht den Seilzug verlegen und die Sattelstütze einbauen. Die richtige Positionierung des Hebels am Lenker ist ebenso nicht ohne und ich habe die perfekte Position für mich gefunden. Nah am Steuerrohr und unterhalb des Lenkers knapp vor dem Lockout für die Lefty Oliver.
Alles in allem dauert die Umrüstung, abgesehen vom suchen der Kleinteile und der Bestellung im internet ca. 1,5 – 2 Stunden wenn man eine gut sortierte Fahrradwerkstatt sein eigen nennt.

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